LL - mJB - Verrücktes Spiel in Apolda

HSV Apolda : HV Ilmenau 55 25:27 (14:10)

Ludwig cool und treffsicher

Zunächst einmal gebührt dem gastgebenden HSV Apolda Dank und Anerkennung für sportlichen Fair Play. Der HSV verlegte sein Heimspiel auf einen zwei Stunden späteren Anwurftermin und ermöglichte so den Ilmenauer Spielern eine Ruhepause. Mussten diese bereits 10:00 Uhr mit der A-Jugend des HV gegen den ThSV Eisenach antreten.

Beide Mannschaften kennen sich lange und gut. Nicht nur, weil Arwid und Til auch mit Apolda in der Mitteldeutschen Oberliga antreten, verbindet sie ein freundschaftliches Verhältnis. Aber bereits vor der Erwärmung war heute zu spüren, dass beide Teams unbedingt Staffelsieger werden wollen. Es knisterte auf dem Parkett.

Nach dem Anpfiff hatte der Gastgeber zunächst den besseren Start und erzielte die ersten beiden Tore, ehe Ludwig das erste Mal für den HV traf und der HV ins Spiel kam. Es entwickelte sich ein Spiel mit starken Abwehrreihen auf beiden Seiten. Über ein sehenswertes, jedoch auch aufwendiges Laufspiel fanden die HV-Jungs Lücken in der HSV-Abwehr. Nach Toren von Til, Ludwig, Moritz, Matteo und Arwid ging der HV mit 6:7 (16. Spielminute) erstmals in Führung.

Apolda reagierte, nahm Arwid in Manndeckung und Ilmenau so den Schwung. Die HV-Jungs hatten jetzt zwar Platz, aber konnten dies nur selten nutzen. Zu oft gingen sie ins 1x1 und liefen sich in der HSV-Abwehr fest. Auch in der Abwehr hatte der HV nun müde Beine, so dass sich Apolda über lange Kreuzbewegungen freie Würfe erarbeiteten konnte. Nach 8:8 (19.) zog der HSV davon. Beim 14:9 (24.) nahmen die HV-Trainer eine Auszeit und rüttelten die Jungs wach. Gabriel netzte nochmals ein und es ging mit einem vier Tore-Rückstand in die Pause.

In der Kabine blieb es ruhig. Man war sich einig. Das Spiel lief trotz Rückstand bis auf ein paar kleine Stellschrauben gut und für fünf Tore blieben 25. Minuten Zeit. Mit Leo und Moritz im Rückraum erhöhte der HV wieder das Angriffstempo. Moritz traf nach Wiederanpfiff zum 14:11 und der HV war auch in der von Florian, Til und Arwid organisierten Abwehr hellwach. Selbst in Unterzahl schob Ilmenau die Lücken zu und zwang Apolda zu Fehlern. Moritz, Leo, Gabriel und Ludwig legten nach und der HV war beim 16:15 (31.) wieder im Spiel.

Apolda wachte wieder auf und es entwickelte sich ein attraktiver Schlagabtausch. Der HSV traf. Die HV-Jungs legten durch Arwid und Leo nach und ließen sich nicht abschütteln (22:20, 40.). Je näher das Spielende kam, wechselte der psychologische Vorteil zum HV. Ludwig avancierte zum Matchwinner, setzte drei blitzsaubere Tore in Folge und ließ den HSV-Keeper verzweifeln. Die HV-Abwehr blieb aggressiv, Elias parierte wichtige Bälle und der HV ging sechs Minuten vor Schluss wieder in Führung (22:23).

Elias agierte übrigens als Farbtupfer im Spiel und musste nach Erwärmung und 1. Halbzeit jeweils sein Trikot wechseln. Ob in Schwarz, Gelb oder Blau - Elias hielt.

Aber zurück zum Spiel. Apolda kämpfte und glich noch zweimal aus (24:24, 47.). Ilmenau blieb ruhig und souverän. Die HV-Jungs machten in der Defensive dicht, Arwid und Leo trafen und entschieden mit zwei schönen Toren 47 Sekunden vor Schluss das Spiel (24:26). Der HSV gab nicht auf und verkürzte durch ein schnelles Tor nochmals und deckte offensiv. Gabriel schlich sich davon und traf zwölf Sekunden vor Abpfiff zum vielumjubelten Auswärtssieg.

Ilmenau spielte mit Elias im Tor, Arwid (5, davon 2 7m-Tore), Florian (1), Gabriel (3), Leo (5/1), Ludwig (6), Matteo (1), Max, Moritz (5) und Til (1), unterstützt von 16 mitgereisten Fans. Zudem drückten die angeschlagenen Danilo, Fabian und Jakob die Daumen.