LL-mJB - Krimi mit Happy End

HV Ilmenau 55 : HSV Apolda 31:30 (13:15)

Nach dem Spiel waren sich alle Zuschauer und Offizielle einig. Es war hochklassig, spannend - ach was, es war dramatisch und hat alles gezeigt, was Handball zu bieten hat.

 

Beide Mannschaften legten mit Tempospiel los. Apolda erzielte nach Anwurf das erste Tor, aber Danilo glich 16 Sekunden später wieder aus. Im Angriff blieben die Gäste über Laufspiel gegen die gut stehende Ilmenauer Deckung erfolgreich und legten bis zum 5:6 (8. Minute) immer ein Tor vor. In der Abwehr nahmen sie Arwid von Anpfiff an per Manndeckung aus dem Spiel. Diese Räume nutzte der HV und glich stetig schön freigespielt oder per 7m aus.

 

Die HV-Jungs kamen nun besser ins Spiel und konnten sich nach einem Tor von Til sowie einem Doppelschlag von Leo bis zur 15. Minute auf 10:8 absetzen. Leider verfiel der Gastgeber danach wieder in alte Fehler und verwarf klarste Chancen. Gut, dass Leo durch die Gästeabwehr wirbelte und nur unfair zu stoppen war. So hielt Arwid den HV mit drei sicheren 7m-Toren im Spiel. Apolda blieb konzentriert und war nun über 1:1-Aktionen erfolgreich. Damit gingen die Gäste mit einem 13:15-Vorsprung in die Kabinen.

 

Auch in der zweiten Halbzeit netzten die Gäste zuerst ein. Um die Torgefahr des bis dahin besten Apoldaer Werfers aus dem halblinken Rückraum einzuschränken, wurde dieser in Manndeckung genommen. Das führte unter anderem auch dazu, dass der HV nach Toren von Til, Moritz und Max beim 16:16 (29.) wieder im Spiel war. In der Folgezeit entwickelte sich ein munteres Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften spielten variable Angriffs- und Deckungsformationen, um zu Torchancen zu kommen bzw. die Angriffsbemühungen des Gegners zu unterbinden.

Auch durch die starken Paraden des HV-Keepers Elias wurde unsere Jungs im Spiel gehalten und konnten ab der 43. Minute ihre Ein-Tore-Führung beständig verteidigen.

 

In Folge wurde das Spiel kampfbetonter und die Kräfte schwanden auf beiden Seiten. Die folgenden Zeitstrafen verteilten sich jedoch gleichmäßig wie die Tore. Ilmenau legte vor, Apolda glich aus und die Schlusssirene rückte immer näher. Moritz erzielte in der letzten Spielminute mit einer sehenswerten Einzelaktion das 30:29 (49:02). Nun wollten die HV-Jungs die Abwehr dicht machen, was auch gelang, jedoch zu einem 7m führte. Diesen verwandelten die Gäste 29 Sekunden vor Schluss. Doch mit dem letzten Angriff des Spieles konnte Arwid ohne die lästige Sonderbewachung den sich bietenden Platz nutzen und sorgte 8 Sekunden vor Schluss für den vielumjubelnden Sieg zum 31:30.

 

HV-Trainer Olaf Schubert nach dem Spiel: Apolda hätte heute auch einen Punkt verdient. Den vereitelte aber der bessere Torhüter auf unserer Seite. Wir freuen uns und sind gespannt auf das Rückspiel in Apolda.

 

Ilmenau spielte mit Elias im Tor, Arwid (11 Tore/davon 9 7m), Danilo (2), Florian, Gabriel, Jakob, Matteo, Max (2), Moritz (6), Leopold (5), Ludwig und Til (5).