LL-mJB - In Apolda gab es lecker Pizza und eine Niederlage

HSV Apolda 1990 : HV Ilmenau 55 32:26 (17:13)

Es gibt sie - Tage, an denen gar nichts geht. Unter schwierigen Vorzeichen reisten die HV-Jungs zum Spitzenspiel nach Apolda. Max verletzte sich im Abschlusstraining und fiel wie Jakob aus. Arwid und Elias stiegen angeschlagen in den Mannschaftsbus. Dennoch wollten die Jungs gegen den favorisierten Gastgeber gewinnen. Schnell bekam Ilmenau zu spüren, dass dies schwierig werden würde.

Apolda erwischte den besseren Start (4:1, 4. Minute). Der HSV stellte ein offensive Abwehr und spielte im Angriff druckvoll. In den bisherigen Saisonspielen nicht gefordert, taten sich die HV-Jungs damit schwer. Hier merkte man, dass die in der Mitteldeutschen Oberliga spielende HSV-Truppe bisher anders gefordert war. Für die spielerische Entwicklung unserer Jungs fehlt die Möglichkeit, sich in einer Thüringenliga zu messen. Schade, dass dies der THV nicht mehr ermöglicht. Aber zurück zum Spiel:

Der HV stellte in der Abwehr um und agierte im Angriff beweglicher. Nach sehenswerten Aktionen war Ilmenau beim 8:7 (12.) wieder dran. Doch es kam ganz anders. Til wurde beim Torwurf in der Luft unnötig attackiert und stürzte in den Kreis. Anschließend fielen zwei HSV-Spieler unglücklich auf ihn und er zog sich dabei eine schwere Handverletzung zu. Während die HV-Jungs schockiert waren, setzte Apolda nach, spielte die HV-Deckung auseinander und traf sicher. Ilmenau kämpfte und erarbeitete sich ebenfalls gute Wurfchancen, konnte diese unter Bedrängnis nicht im Tor unterbringen (13:7, 18.).

Til wollte unbedingt und kam auch nochmals zurück ins Spiel. Aufgrund der Schmerzen und eingeschränkten Ballsicherheit konnte er seinem Team vor allem psychisch helfen. Bis zur Pause hielt Ilmenau das Spiel offen und ging enttäuscht in die Kabine (17:13).

Der HV kam motiviert aus der Pause und stellte nochmals die Abwehr um. Dies zeigte Wirkung. Arwid und Leo bekamen zunehmend den Spielgestalter und den Torschützen der Gastgeber in den Griff. Auch in der Offensive lief es besser. Beim 20:17 (31.) war der HV im Spiel, im Angriff und mit der Chance zurückzukommen. Apolda verteidigte weiterhin schnell und hatte auch bei Ilmenauer Durchbrüchen immer eine Hand am Angreifer. Mit dieser Aggressivität kamen die HV-Jungs nicht zurecht. Statt auf 20:18 zu verkürzen, zog Apolda auf 28:21 (41.) davon.

In dieser Phase rieb sich der HV vor allem im Angriff auf. Arwid war nun seine Erkältung deutlich anzumerken. Toll, wie er trotzdem für das Team kämpfte. Egal wer von unseren Jungs eine Lücke fand, Apolda rückte zusammen und störte beim Torwurf. Auch in der Abwehr verlor Ilmenau den Zugriff. Der Gastgeber agierte hier einfach clever und abgezockt. Insbesondere Georg Missale fand mit vielen schnellen Schritten Lücken in der HV-Abwehr.

Ilmenau nahm eine Auszeit und wechselte komplett durch. Mit den neuen Spielern kam Frische ins Spiel und diese konnten den Abstand bis zum Abpfiff auf 32:26 verkürzen. Damit gewann Apolda mit starker Leistung absolut verdient, wenn auch um ein paar Tore zu hoch gegen enttäuschte HV-Jungs. Hier gilt es im Training an den heutigen Schwächen zu arbeiten und sich konsequent auf das Rückspiel am 29.02.2020 vorzubereiten.

Vielen Dank an den HSV Apolda - nach dem Spiel und vor der Abfahrt zum anschließenden Spiel der A-Jugend in Gera gab es ein Pizza-Essen im Foyer der Sporthalle. Es war lecker und gut für die Stimmung. Hierfür durften wir die Räumlichkeiten und Sitzmöbel nutzen.

Ilmenau spielte mit Elias und Tom im Tor sowie Arwid (9/5), Bjarne (1), Carlo, Gabriel, Florian (1), Leo (3/1), Matteo (4), Maxi, Moritz (4) und Til (4).