LL - 1.Männer - Pflichtsieg gegen Ronneburg II

Und jetzt heißt es: Abwarten!

LandesligaSpiel Männer SG HB Ilmenau I - HSV Ronneburg II am 03.03.18 in Ilmenau

SG Ilmenau: M. Dreher, Grötzsch (ab 31.); Kreisel (5), Mazzoli (4), Obermann (7), St. Dreher, Brückner (5/2), Kasch (4), Draffehn (4), Wedel (1), Rehtanz, Schwock

Schiedsrichter: Kallenbach/Vockenberg (Bad Salzungen/Eisenach)

Strafwürfe: SG Ilmenau 2/2, Ronneburg II 5/3 –

Zeitstrafen: SG Ilmenau 1, Ronneburg II 4

Problemlos löst Spitzenreiter SG Handball Ilmenau in der Landesliga der Männer (Staffel 1) die Heim-Aufgabe gegen den jetzigen Tabellenletzten.

Ilmenau – „So – nun haben wir unseren Teil dazu getan, Spitzenreiter zu bleiben“, resümierte SG-Trainer Jens Rocktäschel nach diesem ungefährdeten Heimsieg. „Jetzt müssen wir abwarten, was die Konkurrenz in den nächsten fünf Wochen macht.“

So lange haben die Ilmenauer nämlich jetzt erst einmal eine Spielpause, ehe im April die letzten drei der 16 Saisonspiele folgen (Arnstadt/Plaue H, Gera A, Oppurg/Krölpa H). Diese Pause ist auch bitter nötig, um sämtliche Blessuren im Kader auszukurieren und ihn darüber hinaus mit Praktikums-Rückkehrern aufzufüllen. So wird die Genesung von Kreisspieler Jonas Genath erwartet – sein Fehlen war gegen Ronneburg II bei einigen fehlgeschlagenen Kreisanspielen doch zu spüren gewesen – und Benedikt Kreisel sowie Bastian Mazzoli sollten in dieser Zeit jeweils ihre Schulterprobleme beheben können. Als Rückkehrer wiederum werden Spieler wie Hannes Oppermann, Jamin Herklotz, Niklas Crone oder Felix Wichum erwartet. Und das wäre dann eine Besetzung, mit der man den derzeit durch die Decke gehenden Kreis-Konkurrenten aus Arnstadt beim Derby am 7. April in der Ilm-Sporthalle noch einmal erfolgreich Paroli bieten könnte. „Dazu müssen wir uns aber im Training erst mal wieder neu aufeinander einspielen“, weiß Trainer Rocktäschel und kündigte dazu auch die eine oder andere „gemeinsame Trainingseinheit“ mit benachbarten Mannschaften an, etwa mit der SG Suhl/Goldlauter. Dort könnte man dann ggf. auch auf den Ungarn Attila Prunner treffen, der gegen Weimar noch mitspielte, inzwischen aber nach Suhl wechselte – dort gibt es im Kader ja bekanntlich eine größere „ungarische Gemeinde“.

„Die Chance, in dieser Saison Staffelmeister zu werden, wollen wir jedenfalls mit aller Macht nutzen“, so der Coach. Natürlich wissen die Ilmenauer, dass sie in den letzten drei Saisonspielen weitaus stärker gefordert werden als am Samstagabend gegen die Thüringenliga-Reserve aus Ostthüringen. Einen derart tempoarmen sowie abwehr- und wurfschwachen Kontrahenten hat man zuvor selten mal in der Ilm-Sporthalle erlebt. Man bekam eine Ahnung, wie der SG Arnstadt/Plaue vor Wochenfrist bei diesem Gastgeber 48 Tore gelingen konnten. Der Gegner des Verbandsligaspiels zuvor, die SG Suhl/Goldlauter II, war qualitativ deutlich besser.

Keine Gefahr

Die Ilmenauer setzten mit starken Aktionen der Halbspieler Mazzoli und Benjamin Obermann zum 2:0 sofort die richtigen Akzente. Ronneburg II gelang erst in der 7. Minute das erste Tor (4:1) und zeichnete sich fortan durch bemerkenswert schlecht gezielte Würfe aus. Das lag natürlich auch an der einmal mehr starken Ilmenauer Abwehr, die zur Pause (14:7) nur sieben und bis zur 43. Minute nur neun Gegentore zuließ. Beide SG-Torhüter zeichneten sich mehrfach aus und parierten jeweils auch Strafwürfe. Im Feld brillierte Benedikt Kreisel als temposcharfer Antreiber des SG-Spiels mit viel Zug zum gegnerischen Tor. 43 Minuten lang geriet die SG überhaupt nicht in Gefahr und führte 23:9. Dann nahmen die Ballverluste, Fehlabspiele, sonstigen Unkonzentriertheiten und auch die plötzlichen Abwehrschwächen doch krassere Formen an. Das lag auch etwas daran, dass nun bei Ilmenau gewechselt wurde, die eingewechselten Akteure aber bereits ein hartes Verbandsligaspiel hinter sich hatten. Bei 26:17 (54.) nahm Jens Rocktäschel eine Auszeit, unmittelbar danach parierte Markus Dreher einen Strafwurf und der Ronneburger Nachwurf ging wieder mal drüber. Mit dem 27:18 durch Obermann von der Kreismitte – der Rückraumspieler erwies sich im Spielverlauf als beste Variante für diese Position – hatte das leichte Aufbegehren der Gäste dann ein Ende und die Ilmenauer legten noch drei Tore drauf.

rab