VL - Frauen - Apolda : SG Ilmenau-Kirchheim 12:13 (5:9)

1. Punktspiel - 29.10.2016, 15.00 Uhr Sporthalle, Am Sportpark, Apolda

Uta Mauermann. Wieder einmal sollte sich unsere neu formierte Mannschaft das Leben selber schwer machen. Der Bitte des Gegners, ebenfalls nur mit fünf Feldspielern anzutreten, nachgekommen, starteten wir mit Ballbesitz ins Spiel. Doch für das schöne Zusammenspiel – Assist Kim Mauermann auf Jule Kaps – konnten sich die Mädels nicht mit dem verdienten Torerfolg belohnen.

Zwei weitere Fehlwürfe aus dem Rückraum und ein nicht geahndetes Foul nach starkem Konter ließen uns weitere Minuten torlos bleiben. Unsere Defensive und unsere Torhüterin starteten gewohnt stark ins Spiel, so dass wir trotz der holprigen ersten Spielminuten nicht ins Hintertreffen gerieten.

Ein schön ausgespielter Angriff mit Torerfolg von Aussenspielerin Steffi Koch konnte nun endlich den Bann brechen. Zunächst schienen die Mädels ins Spiel gefunden zu haben. So belohnten sich Tanja Fischer durch starkes Angriffsspiel und Jule Kaps durch schnellen Konter nach durch Steffi Koch herausgespieltem Ballgewinn mit Torerfolgen zum Spielstand von 0:3.

Doch folgten jetzt wieder einige Fehlwürfe. Man hätte viel deutlicher führen müssen, bevor Apolda das erste Tor zum 1:3 gelang.

Dass die Mannschaft in dieser Konstellation bisher weder zusammen trainiert noch gespielt hat, sollte sich im weiteren Spielverlauf deutlich abzeichnen. So gelang es dem auf der Spielmacherposition eingesetzten Neuzugang Alice Schiebener, die durch starke Einzelaktionen auffiel, nicht immer, ihre Mitspielerinnen in Szene zu setzen. Wenn doch, kamen die Mädels nur selten zum Torerfolg. Hinzu kam, dass unser Entgegenkommen, was die Spieleranzahl betraf, von Apolda mit unangemessener, leider durch die Referees nicht unterbundenen, Härte gedankt wurde.

Den von Trainer Benjamin Obermann gegebenen Anweisungen, das Angriffspiel nicht zu nah an der Abwehr zu gestalten, konnte die Mannschaft nicht wirklich folgen. So brauchte Apolda zum Teil nur einen Schritt heraustreten, um unseren Mädels Blessuren zu verpassen, die zu entsprechendem Unmut führten. Leider gelang es nicht, diesen positiv im Angriff umzusetzen.

Dennoch konnten wir mit einem Spielstand von 5:9 in die Pause gehen.

In der zweiten Halbzeit landete unsere Mannschaft noch ganze vier Treffer. Die Waage zwischen Treffer und verworfenen Bällen schlug sehr deutlich in die ungewünschte Richtung aus. Zudem gelang es der Defensive nicht, Apoldas torgefährliche Spielerin auf der Halbposition zu bremsen. Trainer Benjamin Obermann war gezwungen, in den letzten Minuten aufzufüllen.

Die letzten Spielminuten waren eine Zerreisprobe für die Nerven von Verantwortlichen und Spielerinnen. So hatte man den Gegner auf 11:12 herankommen lassen. Es folgten sage und schreibe fünf Fehlwürfe, ein Kreisabpfiff und ein nach starkem Ballgewinn verdattelter Konter. Apolda schnupperte am Sieg und konnte zum 12:12 ausgleichen. Ein von Frederike Taubert verwandelter Siebenmeter rettete die Mannschaft zum Sieg, den sie in den letzten Sekunden beinahe noch aus der Hand gegeben hätte. So ließ man die dato einzige torgefährliche apoldaer Spielerin noch zweimal auf den Kasten von Anna Fischer werfen, die diesen stark verteidigte.

Dennoch hat sich die Mannschaft um Trainer Benjamin Obermann den Sieg verdient!

Man muss sich erst finden. Für den Coach wird es eine schwierige Aufgabe, die Neuzugänge in die Mannschaft, die derzeit damit leben muss, dass die auswärtig studierenden Spielerinnen nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen können, zu integrieren. Mit seinem unerschütterlichem Optimismus, Kampfgeist und der Unterstützung SEINER Mädels wird ihm das gelingen!!

Schiedsrichter: Friebe, Rainer und Zingler, Thomas
Strafminuten: 3/0 Siebenmeter: 1/1 – 4/3

Mannschaftsaufstellung:
Fischer, Anna (Tor)
Pfeffer, Kathleen
Fischer, Tanja (1)
Kaps, Julia (5/2)
Schiebener, Alice (4)
Eggert, Lara
Taubert, Frederike (2/1)
Mauermann, Kim
Koch, Stefanie (1)


Offizielle: Obermann, Benjamin – Mauermann, Uta – Herrmann, Nadine – Fischer, Mariele