MHV-mJC - Mitteldeutsche Meisterschaft 2018

Saisonhöhepunkt gegen den SC DHfK Leipzig

Der HV Ilmenau 55 startete im letzten September mit sechs eigenen sowie fünf Gastspielern aus Arnstadt in das Abenteuer Thüringenliga. Die Jungs fanden sich schnell zusammen, zeigten tolle Leistungen und wurden am Ende Thüringer Vizemeister.

Damit qualifizierten sie sich für die Mitteldeutsche Meisterschaft. Als Außenseiter traf der HV in der Gruppe I auf den Bundesliganachwuchs des SC DHfK Leipzig (Sachsenmeister) und den BSV 93 Magdeburg-Olvenstedt (Vizemeister Sachsen Anhalt). In der Gruppe II spielten mit dem SC Magdeburg, der NSG EHV Nickelhütte Aue und dem ThSV Eisenach drei weitere Hochkaräter um den Einzug ins Halbfinale.

Für unsere Jungs war es ein ganz besonderes Erlebnis, sich in diesem illustren Kreis zu messen. Gehören doch alle fünf anderen Teams zum "Who is who" im mitteldeutschen Handball. Schön, dass trotz Spieltermin in den Ferien alle elf Spieler an Bord waren.

Der HV hatte Lospech und musste zuerst gegen den SC DHfKLeipzig antreten. Die Aufregung war allen Spielern anzumerken. Nach vier technischen Fehlern gelang Leo das erste Tor (5. Minute). Danach lief der Ball zwar sicherer, jedoch ließ der HV gute Chancen liegen und Leipzig setzte sich bis zur zehnten Minute auf 7:1 ab.

Mit dem zweiten Tor durch Arwid ging ein Ruck durch die Mannschaft. Im Angriff traf man nun, in der Abwehr bekamen die Jungs Zugriff und Elias zeigte schöne Paraden. So entwickelte sich ein sehenswertes Spiel, welches der HV bis zum 10:5 offen gestalten konnte. Danach riss der Spielfaden wieder und Leipzig zog bis zur Pause auf 17:5 davon. Enttäuscht ging es in die Kabine.

Nach der Pause bewies der HV jedoch Moral und spielte befreit auf. Einige sehenswerte Aktionen und Tore von allen Positionen ließen die mitgereisten Fans jubeln. So zwang der HV die Leipziger beim 26:11 durch Scherer (37. Min.) zu einer Auszeit. Diese zeigte Wirkung. Leipzig fand zum souveränen Spiel zurück. Ilmenau verließen die Kräfte. So fiel die 35:15-Niederlage nach einem sehr fairen Spiel, welches von den guten Schiedsrichtern unauffällig geleitet wurde, leider etwas zu hoch aus.

Nach 45 minütiger Pause stand bereits das zweite Spiel auf dem Programm und der BSV 93 Magdeburg-Olvenstedt legte sofort wie die Feuerwehr los. Die Sachsen-Anhaltiner agierten sehr beweglich, ließen den Ball schnell laufen und spielten die HV-Abwehr so ein ums andere Mal auseinander. Der HV nahm dies an und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Dieses konnten die Ilmenauer bis zum 6:8 in der 11. Minute offen gestalten. Dabei gelang es den HV-Jungs, die BSV-Abwehr immer wieder auseinander zu ziehen und über den Rückraum oder den Kreispositionen Tore zu erzielen.

Das Leipzig-Spiel in den Beinen schwanden jedoch die Kräfte und der HV lief in Folge den schnellen Magdeburgern nun bis zum 7:16 hinterher. Erst als auch diese das Tempo zurücknehmen mussten, kamen die Jungs wieder ins Spiel und gingen nach Til`s Gewaltwurf mit 10:20 in die Pause.

Die zweite Halbzeit verlief ähnlich wie die Erste. Magdeburg nutzte Ilmenaus schwere Beine und zog auf 15:31 (38. Min.) davon. Der HV kämpfte jedoch und konnte den Abstand bis zum Abpfiff auf 24:37 verkürzen.

Im letzten Spiel verwies der SC DHfK Leipzig den BSV 93 Magdeburg-Olvenstedt mit 42:25 in die Schranken.

Nach dem Saisonfinale Ende Januar war den HV-Jungs die fehlende Spielpraxis anzumerken. Dennoch steigerten sich alle Spieler im Turnierverlauf und zeigten eine gute Leistung. Mit nur elf Spielern fehlten Ilmenau Wechselmöglichkeiten und Frische, um gegen Magdeburg eine bessere Leistung abrufen zu können. Dennoch gab es ein Kompliment für den Kampfgeist des HV und für Arwid, der sich hinter Phillip Heine aus Magdeburg den zweiten Platz in der Torschützenliste sichern konnte.

Der HV spielte mit Elias im Tor, Arwid (19/7), Danilo (2), Gabriel (2), Jakob (4), Leo (2), Matteo (1), Max, Moritz (2), Paul, Til (7)